Goran Vojnovic

Goran Vojnovic

Geb. 1980 in Ljubljana. Film- und Fernsehregisseur (Fužine zakon, Sezona 90/91, Moj sin, seksualni manijak), Film- und Fernsehautor (Good Luck Nedim, Heart of Sarajevo Award, nominiert für European Film Award 2006). Filmkritiker, Kolumnist (www.airbeletrina.si,  Element). Sein Romandebut Cefurji raus! sorgte für Aufsehen, trug Vojnovic eine Strafanzeige des stellvertretenden slowenischen Polizeipräsidenten ein und wurde mit dem Prešerenpreis (2009) und dem Kresnik Preis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet.

Available

Cefurji raus!

Studentska Zalozba, Ljubljana 2008, 6. Auflage.

„Subtile Darstellung der Umgebung und Sprache in Fužine, einer eigenartigen Mischung aus Slowenisch und Straßenslang, die an die Sprache in Anthony Burgess´ Welterfolg „A Clockwork Orange“ erinnert.“

Cefurji raus! gilt als beste belletristische Auseinandersetzung mit dem Thema Zuwanderung in Slowenien und ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen slowenischen Romane.

Synopsis

Der siebzehnjährige Marko Dordic ist schon auf den ersten Blick als typischer Tschefur (in etwa: Kanake) zu erkennen – weite Trainingshose, typische Schuhmarke und immer in der Gang unterwegs. Marko und seine Freunde Aco, Adi und Dejan leben wie viele ex-jugoslawische Immigranten in Fužine, einer überfüllten, dünnwandigen Siedlung am Rand von Ljubljana. „Das Abhängen vor dem Wohnblock ist in Fužine Nationalsport. Wahrscheinlich ist das in jeder Siedlung so, aber in Fužine ist diese Sportart maximal entwickelt.”

Marko lebt in zweiter Generation in Slowenien. Seinen bosnischen Eltern ist es nie gelungen, mit der slowenischen Lebensart vertraut zu werden (und umgekehrt). Marko hat nichts außer einem Dasein als Tschefur. „Ich habe keinen Fußballklub! Das geht mir eigentlich am meisten auf den Sack. Wenn ich in Belgrad leben würde, würd´ ich Roter Stern anfeuern und wäre ein Sternler… Vielleicht liegt’s wirklich daran, dass ich ein Tschefur bin. Aber weil ich ein Tschefur bin, quält es mich eben, dass ich keinen Klub habe. Das liegt mir im Blut.“

Als Marko aus dem Basketballklub fliegt, nach einem Komasaufen auf der Polizeistation landet und schließlich noch in eine Prügelei mit dem Busfahrer verwickelt wird, schickt ihn sein Vater nach Bosnien – um ihn vor einem typischen “Tschefurenschicksal“ in Slowenien zu bewahren. Vom Tschefur in Slowenien wird Marko zum Janez (in Ex-Jugoslawien verwendete, meist abwertende Bezeichnung für Slowenen) in Bosnien: „Wer könnte es in diesem Bosnien aushalten? Bosnien ist nichts für uns Tschefuren. Tschefur in Slowenien zu sein, das bin ich wenigstens gewohnt, Janez in Bosnien zu sein, das ist eine komplett neue Scheiße!”

Excerpt

Goran Vojnovic, Cefurji raus!
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Zandonai, Italien
Ramus, Schweden
VBZ, Bosnien
Rende, Serbien
Novi Liber, Kroatien

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