Magdalena Jagelke

Magdalena Jagelke

Foto: Marion Koell

Geboren 1974. Studium der Amerikanistik, Master der Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in Anthologien (Jahrbuch der Lyrik 2011) und Literaturzeitschriften (Außer.dem, DUM, macondo). 2010 Nominierung für den Lyrikpreis München. 2013 Darmstädter Merck-Stipendium. 2013 Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt unter Leitung von Kurt Drawert. Ihre Erzählungen Sich in Polen einen Bob schneiden lassen erschienen 2015 bei CulturBooks.

Ein gutes Verbrechen. Roman

Roman, 111 S.

Mutter schickte mir die Liste, eine Aufstellung der Kosten, bis ich volljährig würde, unterschrieben mit Viel Glück, Liebes. Sie überwies die Miete, am ersten eines jeden Monats steckte ein Scheck im Postkasten. Aus der Ferne, in der sie nun wohnte, sorgte sie für mich. (…) Manchmal hasste ich es, mutterseelenallein zu sein. Ich pinkelte auf das Geld, das Mutter mir schickte, ich ließ es auf der Heizung trocknen, dann ging ich ins Einkaufszentrum und zahlte damit das Brot, das ich täglich kaufte. Geld stinkt. Mutter log. Die Erde dreht sich weiter.

Synopsis

Auf knappen 111 Seiten zeigt Magdalena Jagelke, wie wenig Seiten eine Lyrikerin braucht, um in ihrem Prosa-Debüt vom Coming-of-Age einer Vierzehnjährigen zu erzählen, deren alleinerziehende Mutter beschließt, die Tochter sei ohne sie besser dran. Sie schreibt einen Abschiedsbrief und überweist monatlich ausreichend Geld zum Überleben. Und die verlassene Tochter? Überlebt. Pinkelt auf die Geldscheine, lässt sie auf der Heizung trocknen und bezahlt damit im Supermarkt ihre Brötchen. Nennt sich `la princesse´ und sucht nach der Liebe. Und nach einer Anwältin, die die Mutter für ihr `gutes Verbrechen´ vor Gericht bringt.

Excerpt

Magdalena Jagelke: Ein gutes Verbrechen. Auszug.

Download Excerpt

Rights Available

World Rights

  • Synopsis
  • Excerpt
  • Rights Available