Stephan Lohse

Stephan Lohse

Photo: dotgain

Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar. 1990-2013 zahlreiche Engagements und Arbeit in der Freien Szene (Thalia Theater, Schaubühne, Maxim-Gorki-Theater, Schauspielhaus Wien, Sophiensaele, HAU; Lubricat, Matthaei und Konsorten, Männerensemble, Blasse Tasse etc.). Seit 1996 eigene Inszenierungen. Selten erreichtes Theaterglück: „Mit Thermoskanne wie ein Maurer zur Arbeit, Gesicht anmalen und auf die Bühne, einem Raum ohne Grenzen, ohne Angst und Scham, sich dort verausgaben, Leute nachmachen und schreien können und schön singen, ohne heiser zu werden und nach der Vorstellung mit der Thermoskanne wieder nach Hause, ohne dass das Ganze sichtbare Spuren hinterlassen hätte.“

Ein fauler Gott

Suhrkamp, März 2017

“Ein fauler Gott” erzählt die Geschichte eines Jungen, der durch sein Herz, seinen Mut und seine Zuversicht seiner Mutter das Trauern lehrt und so mit ihr zurück ins Leben findet. Dieser Roman berührt, ohne rührselig zu sein, trifft ins Herz, macht traurig und zeigt trotzdem, wie wichtig das Leben auch in der größten Trauer ist.
(WDR)

Stephan Lohse beweist das älteste, unerklärlichste Geheimnis der Literatur, die tröstliche Wirkung von sehr traurigen Geschichten.
(NDR)

Inhalt

September 1972. Der achtjährige Jonas stirbt. Seine Mutter Ruth und sein Bruder Benjamin versuchen zu überleben. Ruth entschließt sich, Jonas‘ Tod zu untersuchen. Im Freibad, in dem er einen Krampfanfall erlitten hat, befragt sie die Angestellten, im Krankenhaus lässt sie sich sein Sterben erklären. Sie liest Bücher auf der Suche nach einem verborgenen Sinn und füttert einen verwaisten Zilpzalp. Nachts sitzt sie auf einer Heizdecke und verzweifelt an dem Verlust eines Kindes, das nicht älter werden wird. Ben kommt jetzt extra pünktlich nach Hause, er hilft Ruth in der Küche und spielt ihr auf der C-Flöte vor. Während er in den nächsten Monaten ins Leben zurückfindet, verliert sich Ruth in der Leere ihrer Trauer.

Eine kurze, gemeinsame Reise nach Dänemark bringt sie noch einmal einander nahe, dann trennen sich ihre Wege. Im Herbst wird Ruth krank. Ben bleibt zu Hause und pflegt Ruth hingebungsvoll, wie Nscho-Tschi ihren Old Shatterhand. Das Haus verwandelt sich in einen Wigwam, sie tragen Perlenketten, spielen Martern und essen Ravioli aus der Dose. Ben geht nicht mehr zur Schule.

Im Oktober 1973, etwas mehr als ein Jahr nach Jonas’ Tod, brechen sie zu einer Reise auf, von der sie, geht es nach Ruth, nicht zurückkehren werden.

Presse

“Ein fauler Gott” erzählt die Geschichte eines Jungen, der durch sein Herz, seinen Mut und seine Zuversicht seiner Mutter das Trauern lehrt und so mit ihr zurück ins Leben findet. Dieser Roman berührt, ohne rührselig zu sein, trifft ins Herz, macht traurig und zeigt trotzdem, wie wichtig das Leben auch in der größten Trauer ist.
(WDR)

Stephan Lohse beweist das älteste, unerklärlichste Geheimnis der Literatur, die tröstliche Wirkung von sehr traurigen Geschichten.
(NDR)

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